
In der Glasproduktion ist die Wärme der Faktor, der den Verformungsgrad des Glases bestimmt. Wenn der Ofen nicht schnell genug auf die gewünschte Temperatur kommt, verzögern sich die Tempering-Prozesse, die Genauigkeit bei der Biegung nimmt ab und die Zeit, die für das Laminieren benötigt wird, verlängert sich. Dies spürt man direkt in der Stromrechnung – sowie in der Menge an Ausschussprodukten.
Was technisch wichtig ist: Wir nutzen Heizmodule mit Kurzwellen-NIR-Kristallstrahlern – sie reagieren schnell und liefern eine hohe Leistdichte in einem kleinen Bereich. Typische Module haben eine Leistung von 3–12 kW pro Element. Die dichten Heizelemente sorgen dafür, dass eine schnelle Erwärmung möglich ist, ohne dass der gesamte Antrieb überlastet wird. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Temperaturprofil auf der Oberfläche des Glases – dadurch werden thermische Spannungen und Probleme an den Rändern vermieden. Die Steuerung erfolgt über PID mit geschlossenem Regelkreis, sodass die Temperatur auch bei einer ändernden Produktionsgeschwindigkeit konstant bleibt.
Warum das in der Praxis funktioniert: Beim Tempering ist eine stabile, wiederholbare Wärmezufuhr erforderlich, um die gewünschte Kompression der Glasoberfläche zu erreichen. Unsere Module erreichen schnell die Betriebstemperatur und halten sie dort – dadurch können mehr Glasscheiben pro Stunde verarbeitet werden, mit weniger Ausschuss.
Beim Laminieren verhindert eine gleichmäßige Wärmezufuhr Blasen und Hohlräume. Zudem verkürzt die schnelle Erwärmung die Bearbeitungszeit. Bei der Abdichtung von Isolierglas sorgt eine gezielte, kontrollierte Wärmezufuhr dafür, dass unnötige Aufwärme vermieden wird und das Aktivierungsfenster des Trocknungsmittels konstant bleibt.
In der gesamten Anlage führt dieses Design dazu, dass die Energieverbrauch pro verarbeitetem Quadratmeter um mehrere Zehnerpunkte sinkt – schließlich geht die Energie in das Glas selbst, nicht in die Erwärmung von leerem Raum.
Praktische Details: Diese Module sind für einen hohen Betriebszyklus ausgelegt. Dennoch benötigen sie eine gute Belüftung, saubere Befestigungsflächen sowie eine elektrische Infrastruktur, die der Belastung entspricht. Der Abstand um die Strahler beeinflusst direkt die Temperaturgleichmäßigkeit. Umgebender Staub oder Lösungsmittel verkürzen die Lebensdauer der Module, wenn die Belüftung nicht ausreichend ist.
Planen Sie die Installation entsprechend der Abmessungen Ihrer Maschine und der Spannungsklasse. Überprüfen Sie außerdem die Anschlussarten sowie die Wärmedämmung, bevor Sie die Anlage in Betrieb nehmen.